Josef Müldner SJ

P. Josef Müldner SJ
geboren am 9. August 1911 in Breslau
Ordenseintritt am 19. April 1931
zum Priester geweiht am 17. März 1940
gestorben am 26. November 1984 in Berlin

P. Müldner entstammte einer Familie mit sieben Kindern. Josef besuchte das St. Matthias-Gymnasium in Breslau; er war aktiv in der kath. Jugend ND und MC. Täglich radelte er nach Grüneiche und ministrierte dort bei den Redemptoristen. Nach dem Abitur trat er in das Noviziat der Jesuiten in Mittelsteine (Grafschaft Glatz) ein. Auf die philosophischen Studien in Valkenburg (Holland) folgten drei Jahre Theologie in Sankt Georgen / Frankfurt/M. und ein weiteres Jahr Theologie in Wien. Die Priesterweihe empfing er durch Bischof Preysing in Berlin. Ein Jahr darauf wurde P. Müldner zur Luftwaffe eingezogen und kam nach Sizilien. In der Folgezeit erlebte er - wie er lakonisch bemerkte - nur Rückzüge: durch Polen, Ungarn, Slowakei; 1945 wurde er bei Wien verwundet.

Nach dem Krieg begann für P. Müldner eine rege Seelsorgsarbeit. Wir finden ihn in Dresden-Pillnitz, Zwickau, Karl-Marx-Stadt und Erfurt-Hochheim; dort wirkte er sowohl als Pfarrer, wie auch als Haus-Minister. Beim Umbau der dortigen Kirche hat er selber mit Hand angelegt; dabei hat er sich wohl gesundheitlich übernommen, so daß er geschwächt 1979 nach Jena kam.

Fast vier Jahrzehnte arbeitete P. Müldner als Seelsorger in der DDR. Auf einer Reise in den Westen erlitt er im Frühjahr 1983 einen Schlaganfall, der eine Aufnahme in das Altenheim des Ordens, dem Peter-Faber-Kolleg Berlin-Kladow, notwendig machte.

Beim Rückblick sieht man ein Priesterleben, in dem sich deutsches Schicksal widerspiegelt; seine letzte Ruhestätte fand er auf dem St. Hedwigfriedhof in Berlin-Reinickendorf, wo schon so viele seiner Mitbrüder und Mitstreiter aus dem deutschen Osten zur letzten Ruhe gebettet sind. Der Herr schenke ihnen allen die ewige Ruhe.

R.I.P.