Bernhard Pfirschke SJ

P. Bernhard Pfirschke SJ
geboren am 12. Dezember 1920 in Breslau
in die Gesellschaft Jesu eingetreten am 18. April 1939 in Mittelsteine (Graftschaft Glatz)
zum Priester geweiht am 25. Juli 1952 in Innsbruck
gestorben am 3. März 2005 im Peter-Faber-Kolleg in Berlin-Kladow

Ein Leben unter dem Kreuz hat sich vollendet. P. Bernhard Pfirschke ist sein Leben lang kränklich gewesen. Am 12. Dezember 1920 wurde er als achtes Kind des Reichsbahninspektors Paul Pfirschke und seiner Ehefrau Agnes geboren. 1926 besuchte er die Volksschule, daran anschließend das Staatliche Katholische Gymnasium in Breslau.

Am 18. April 1939 trat er in die Gesellschaft Jesu ein, in das damalige Noviziat der ostdeutschen Provinz in Mittelsteine (Grafschaft Glatz). Ab 1. Oktober wurde er eingezogen und zum Funker bei der deutschen Artillerie ausgebildet. Wegen der Zugehörigkeit zur Gesellschaft Jesu wurde Bernhard am 11. November 1941 aus der Wehrmacht entlassen. Dank glücklicher Fügung konnte er dann das Studium in Pullach bei München aufnehmen. Er schloß es nach 6 Semestern mit dem Lizentiat ab. Ab 1944 finden wir P. Pfirschke als Seelsorgshilfe in Beuthen. Aber schon zeichnete sich eine nervöse Magenerkrankung ab, die ihn in das Krankenhaus nach Troppau brachte. Wegen der vorrückenden Front wurde dieses Krankenhaus in die Nähe von Prag verlegt. Durch das beherzte Eingreifen von P. König gelang es P. Pfirschke dort heraus zu kommen und er zog zunächst nach München.

Ab Mai 1947 wirkte er als Präfekt am Canisius-Kolleg in Berlin. Im Auftrag der Oberen und auch auf seinen eigenen Wunsch wollte er sich dem Studium der klassischen Philologie widmen. Er begann das Studium im Herbst 1954, mußte aber 1955 durch ein Augenleiden bedingt das Studium aufgeben. Er wohnte fortan im Canisius-Kolleg, dann folgte der Umzug ins Noviziat nach Ockenheim als Sozius des P. Magisters Soballa.

Ab September ist P. Pfirschke wieder in Berlin nun als Krankenseelsorger im St. Gertrauden-Krankenhaus in Wilmersdorf tätig, in dem er fast 15 Jahre wirkte. Im November 1992 wohnte er im Ignatiushaus in Berlin-Charlottenburg.
Als seine Kräfte zunehmend schwanden, zog er am 1. Februar 1999 in das Peter-Faber-Kolleg. Hier lebte er unter liebevoller Betreuung im Kreise seiner älteren Mitbrüder bis zu seinem Tod.

R.I.P.