Karl Wehner SJ

P. Karl Wehner SJ
* 8. März 1893 in Poppenhausen/Fulda
1. August 1979 in Berlin

1912 Nach dem Abitur: Eintritt in die Gesellschaft Jesu ('s-Heerenberg/Holland)
1914-1926 Philosophische und theologische Studien in Valkenburg (Holland), unterbrochen durch den kriegsbedingten Einsatz als Malteser-Krankenpfleger KrLaz. 8 (1915-1918) und durch die Tätigkeit als Erzieher am Godesberger Aloisius-Kolleg (1920-1922)
1925 Priesterweihe in Valkenburg 1927 Lehrerseelsorger in Düsseldorf 1928 MC-Präses in Köln
1929 Mitarbeiter (Socius magistri) im Noviziat in Mittelsteine/Schlesien
1931 Seelsorger in Breslau; im selben Jahr Oberer und Akademikerseelsorger in Königsberg/Ostpreußen
1935 Provinzial der Ostdeutschen Jesuitenprovinz in Berlin
1942 Seelsorger in Berlin
1943 Krankenseelsorger des St. Josefskrankenhaus in Breslau; im selben Jahr wiederum in Berlin als Oberer
1944 Krankenseelsorger im St. Gertraudenkrankenhaus in Berlin
1947 Leiter (Instruktor) des Terziats im Haus Sentmaring/Münster
1954 Provinzial der Ostdeutschen Jesuitenprovinz in Berlin
1960 Oberer und Seelsorger in Gießen
1965 Seelsorger in Marburg; im selben Jahr Oberer im Peter-Faber-Kolleg in Berlin
1969 Seelsorger und Spiritual im Ignatiushaus in Berlin; im selben Jahr in Darmstadt Spiritual und Seelsorger
1971 Hausgeistlicher im St. Antoniusstift in Berlin

'Der Geist der Gesellschaft ist es, in aller Einfachheit und Niedrigkeit von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort zu ziehen, ohne sich an einen bestimmten Platz binden zu lassen ... Wollten wir diese Einfachheit verlassen, es wäre gleichbedeutend mit der Zerstörung unseres Ordensgeistes. - Solange die Gesellschaft in diesem Geist verharrte, hat sich Gott der Herr ihrer in ganz besonderer Weise bedient, zum großen geistlichen Nutzen der Seelen.' (Ignatius, Brief an König Ferdinand I.)

Das Leben von Pater Karl Wehner ist beredtes Zeugnis dieses Ordensgeistes. Die Vielzahl der Orte seines apostolischen Einsatzes wie auch der ihm übertragenen Aufgaben lassen den begabten und geistlich durchdrungenen Menschen erkennen. Geprägt vom Geist des Evangeliums, der Meditation und der ignatianischen Exerzitien, war er zur Leitung einzelner, aber auch der Ordensprovinz befähigt, wobei ihm seine natürliche, umsichtige und besonnene Art zustatten kam. Besonders Priester und Ordensangehörige suchten seinen Rat, seine Erfahrung und seine väterliche Wegweisung. So auch die jungen Priester der eigenen Ordensgemeinschaft, die im Terziat seiner geistlichen Führung unterstanden und die ihm zeit seines Lebens in mitbrüderlicher, geradezu liebevoller Hochschätzung verbunden blieben. Das gilt auch für uns und läßt uns ihm ein dankbares Andenken bewahren.

Gott gebe euch, daß ihr ihn in allem sucht, und euch, soweit es geschehen kann, von der Liebe zu allen Geschöpfen löst und sie dem Schöpfer selbst zuwendet, um ihn zu lieben in allen Geschöpfen und alle Geschöpfe in ihm, wie es sein heiliger Wille ist. Herr, Jesus Christus, du hast uns Freunde und Gefährten genannt: Gib, daß wir deiner Freundschaft die Treue halten, und laß unseren Mitbruder Karl Wehner bei dir die Fülle des Lebens haben. Amen.

R.I.P.