Johannes B. Werner SJ

Bruder Johannes B. Werner SJ
* 12. Juni 1912 in Elbing/Westpr.
1. März 1993 in Berlin-Kladow

Johannes Baptist Werner wurde am 12. 6. 1912 in Elbing/ Westpreußen geboren. Sein Vater war Schreiner und Tischler. Nach seiner Schulzeit wurde Johannes zum Gärtner ausgebildet. Während dieser Zeit gehörte er auch der katholischen Jugendbewegung Jungborn an. Der Einfluß seines katholischen Elternhauses und der Jugendgruppe ließen schon bald in ihm den Entschluß reifen, sich ganz Gott zu weihen. So trat er am 9. 4. 1931 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in Mittelsteine (Schlesien) ein. Unter Anleitung von Br. Kox arbeitete er dort als Gärtnergehilfe im Garten und auf den Feldern. Da er in die Missionen gehen sollte, schickten ihn seine Oberen schon vor Beendigung des Noviziats im Februar 1933 nach Hoheneichen (bei Dresden), um dort neben seiner Arbeit im Garten Englisch zu lernen. Dort legte er auch am 14. 4. 1933 seine ersten Gelübde ab. Bis April 1938 blieb er in Hoheneichen.

Von Juli 1938 bis Sommer 1949 war Br. Werner in Südrhodesien/Simbabwe. Während dieser Zeit arbeitete er in verschiedenen Missionsstationen des Ordens als Gärtner und Lehrer für Garten- und Landschaftsbau. Seine guten Kenntnisse der englischen Sprache sowie auch der Eingeborenensprache "Shoona" erleichterte ihm den Umgang mit den Eingeborenen, die in ihm einen Freund, Helfer und ein Vorbild sahen. Aus politischen Gründen mußte er seine so segensreiche Tätigkeit in Afrika beenden. 1949 riefen ihn seine Ordensoberen nach Deutschland zurück. Hier arbeitete er zuerst in Berlin als Gärtner im Canisius-Kolleg, wo der gesamte vom Krieg verwüstete Garten wiederhergestellt werden mußte. Von 1951 bis 1960 wirkte er im Noviziat der Ostdeutschen Jesuitenprovinz auf dem Jakobsberg bei Bingen. Zusammen mit dem Noviziat zog er 1960 wieder nach Berlin und arbeitete im Peter-Faber-Kolleg.

Als die politischen Verhältnisse es erlaubten, ging er im Juli 1964 wieder nach Simbabwe. Schon nach wenigen Jahren mußte er aber aus gesundheitlichen Gründen zurück nach Deutschland gehen. Hier kam er wieder in das ihm ja schon bekannte Peter-Faber-Kolleg in Berlin-Kladow.

Seine Krankheit (Alzheimer) erlaubte es ihm nicht mehr lange, noch tätig zu sein. Er war mehr und mehr auf Hilfe angewiesen. In den letzten Jahren hat Br. Werner sicher sehr unter seiner Krankheit gelitten, hat diese aber mit großer Geduld und Gottergebenheit getragen. Am 1. 3. 1993 erlöste Gott ihn von seinen Leiden. Er hat dem Orden, den Mitbrüdern und den Mitmenschen viel Gutes getan. Gott wird es ihm lohnen. Möge er ruhen in Frieden.

R.I.P.