Leo Zodrow SJ

P. Leo Zodrow SJ
* 18. Mai 1914 in Schönlanke/Ostpommern
28. April 1986 in der Abtei Maria Frieden Kirchschletten bei Bamberg

1929 Teilnahme an einem Schüler-Exerzitienkurs in Deutsch-Krone unter Leitung von Pater Heinrich Jansen Cron SJ; Aufnahme in die Jungengemeinschaft "Neudeutschland"
22.4.1933 Nach dem Abitur: Eintritt in das Noviziat des Jesuitenordens in Mittelsteine/Schlesien
1935-1938 Philosophische Studien in Pullach/München und erste theologische Studien in Frankfurt a. Main bis Dezember 1939
1939-1945 Militärdienst als Infanterist in Frankreich und Rußland; mehrfache Verwundungen
15.10.1944 Priesterweihe in Breslau
1945-1948 Theologische Studien in Pullach/München
1948-1949 Tertiat unter Leitung von Pater Hayler auf der Rottmannshöhe/Starnberger See
1949-1956 Seelsorger im Berliner Gertraudenkrankenhaus
1956-1961 Seelsorger für die Stadt Berlin, zunächst vom Canisius-Kolleg/Tiergarten, dann vom Charlottenburger Ignatiushaus aus. Erste Exerzitienkurse
1961-1968 Leiter des Berliner Exerzitienhauses, zunächst in Steglitz, dann in Kladow
1968 -1971 Superior und Seelsorger in Gießen
1971-1984 Leiter (Instruktor) des Tertiats im Berliner Peter-Faber-Kolleg und bis zu seinem Tod Exerzitienbegleiter in Berlin und im deutschsprachigen Raum

"Lehre Du uns die wahre Religiosität: Dich als den Schöpfer in allem zu lieben und alles in Dir,
Dich zu finden in allen Dingen,
im Anschauen des Menschen Gott zu loben, den jeder im anderen als in Seinem Bild zu erkennen trachte,
und dann in allen Werken der Liebe und der Pflicht nicht minder Andacht zu haben als im Gebet, weil ganzes Verbleiben im göttlichen Dienst ganz Gebet ist.
So soll uns alles sakral werden durch das restlose Ja zu Dir, o Gott, der Du alles im in allem bist."
(Nach lgnatius von Loyola)

In diesen Sätzen findet sich Leben und Wirken von Pater Leo Zodrow wieder; sie drücken aus, was er selbst als Ordenspriester lebte und anderen vermittelte. Vom Geist des Evangeliums, der Meditation und der ignatianischen Exerzitien geprägt, war er in seiner natürlichen, umsichtigen und besonnenen Art ein gesuchter und geschätzter Spiritual und Exerzitienbegleiter. Besonders Ordensangehörige und Priester suchten seine Erfahrung und seine väterliche Wegweisung. So auch die jungen Priester der eigenen Ordensgemeinschaft, die im Tertiat seiner geistlichen Führung unterstanden und die ihm Zeit seines Lebens in mitbrüderlicher, geradezu liebevoller Hochschätzung verbunden blieben. Das läßt auch uns ihm ein dankbares Andenken bewahren, der von Gott so plötzlich mitten aus einem Exerzitienkurs heimgerufen wurde, den er in der Abtei Maria Frieden / Kirchschletten bei Bamberg für die Pallottiner-Novizen von Untermerzbach leitete.

R.I.P.